Drei steinerne Kroniche Housnküh sitzen auf der der Stadtmauer und erinnern an die Kronacher Stadtgeschichte Acht Kronacher Frauen in historischen Kleidern stehen auf dem Marienplatz und diskutieren lautstark Die Kronacher Viertelmeister stoßen in historischer Tracht gemeinsam mit Bierkrügen an Kronach im Frankenwald - Lucas-Cranach-Weg mit mobilen Audioguide (Barbara Herbst)
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Stadtgeschichte

Alte Ansicht der Stadt Kronach mit Festung Rosenberg Melchior-Otto-Platz mit Ehrensäule in Kronachs Oberer Stadt Der Marienplatz und ein Teil der Kronacher Stadtmauer Der Storchenturm mit Kronachs Stadtmauer Historische Ecke in Kronach beim Lucas-Cranach-Haus

Im Jahr 2003 beging man in Kronach die Feier der urkundlichen Ersterwähnung. 1003 hat Heinrich von Schweinfurt, Hezilo genannt, seine Besitzung Crana selbst abgebrannt, da er vor seinem Herrn, dem späteren Kaiser Heinrich II., fliehen musste.

Im Jahre 1122 kam das Gebiet in den Besitz des Hochstifts Bamberg, dessen Bischöfe nunmehr bis zum Jahr 1803 die Landesherrn für Kronach stellten.

1323/24 wird Kronach erstmals als eine ummauerte Stadt mit Vorstädten bezeichnet.

Im Jahre 1430 belagerte eine hussitische Heeresabteilung Kronach, weshalb die Bürger der Oberen Stadt zu ihrer Verteidigung die Vorstädte selbst anzündeten – eine Handlung, die zu jahrelangen Streitigkeiten führte.

Kronach weist eine dreistufige Gliederung auf. An den Flüssen Haßlach, Kronach und Rodach liegt die Untere Stadt, darüber die mauerbewehrte Altstadt. Bekrönt wird das Stadtbild von der Festung Rosenberg.

Seine wirtschaftliche Bedeutung verdankte Kronach im späteren Mittelalter vor allem seiner Funktion als Verkehrsknotenpunkt: Die Flüsse machten die Stadt zum Zentrum der Holzausfuhr des Frankenwaldes, wichtige Überlandstraßen zur Etappe des Fernhandels von und nach Sachsen und Thüringen.

Im Verlauf des 16. Jahrhunderts wurde Kronach während des Bauernkrieges (1525) und des sogenannten Markgrafenkrieges (1553) bedroht. Heute noch allen Kronachern bekannt ist die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, des „Schwedenkrieges“. Kronach wurde in den Jahren 1632, 1633 und 1634 wiederholt angegriffen und belagert. Doch die Kronacher gaben nicht auf und konnten alle feindlichen Angriffe abwehren. An diese Zeit erinnert hier zum einen das Stadtwappen, zum anderen die wieder aufgefüllte Bresche in der Stadtmauer und die goldenen Ketten, die der Erste Bürgermeister bei feierlichen Anlässen trägt. Im Jahr 1759 kam es erneut zu einer Belagerung Kronachs, diesmal durch die Preußen; doch auch diesen Angriff konnten die Kronacher abwehren. 1806 kam der französische Kaiser Napoleon Bonaparte in die Stadt und erteilte von hier aus den Angriffsbefehl auf Preußen. Mit dem sog. Reichsdeputationshauptschluss 1803 (de facto schon 1802) fiel das Hochstift Bamberg, und damit auch Kronach, an Bayern.