Die Feste Rosenberg von der hinteren Seite mit dem inneren Wallgraben im Vordergrund Luftaufnahme von der Festung Rosenberg von ihrer Nordseite mit der Stadt Kronach im Hintergrund Der Weg hinauf zur Festung Rosenberg mit dem großen Eingangstor und dem Wappen mit 2 Löwen darüber Lucas Cranach-Stadt Kronach - Museumspädagogik auf der Festung Rosenberg (Achim Bühler) Die rekonstruierte Heunischenburg, eine Steinwallanlage aus der Bronzezeit, mit einem hölzernen Wehrgang Drei steinerne Kroniche Housnküh sitzen auf der der Stadtmauer und erinnern an die Kronacher Stadtgeschichte Acht Kronacher Frauen in historischen Kleidern stehen auf dem Marienplatz und diskutieren lautstark Die Kronacher Viertelmeister stoßen in historischer Tracht gemeinsam mit Bierkrügen an Der Kronacher Hexenturm und ein Stück des Wehrgangs an der Stadtmauer Lucas Cranach-Stadt Kronach - Museumspädagogik auf der Festung Rosenberg (Achim Bühler) Der Frauenbrunnen, vom Kronacher Bildhauer Heinrich Schreiber geschaffen als Homage an die tapferen Kronacher Frauen Die katholische Stadtpfarrkirche von Kronach mit dem beeindruckenden Johannes-Portal Kronach im Frankenwald - Lucas-Cranach-Weg mit mobilen Audioguide (Barbara Herbst) Das historische Stadtspektakel in der Oberen Stadt
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Die Kroniche Housnkuh


Kroniche Housnkuh, "Kronacher Hasenkuh"  
(lepus vocco cranagensis)

Die Hasenkuh ist kein Fabelwesen aus Hase und Kuh, wie man auf den ersten Eindruck vermuten möchte, sondern die Bezeichnung für einen weiblichen Hasen. Die Bürger Kronachs tragen seit der Zeit des 30-jährigen Krieges den Spitznamen "Kroniche Housnküh". Grund dafür ist eine Begebenheit, die sich während einer Belagerung durch die Schweden zugetragen haben soll.

Da Kronach trotz zahlreicher Bestürmungen nicht einzunehmen war, versuchten die feindlichen Truppen durch eine längere Belagerung die Stadtbevölkerung auszuhungern und so die Kronacher zur Über-gabe ihrer Stadt zu bewegen. Die Schweden raubten die umliegen-den Ortschaften aus, stahlen das Getreide und gruben auch die vom Hasslachberg zur Stadt laufende Wasserleitung ab. Diese Belager-ungsmaßnahmen führten zu einer äußerst kritischen Versorgungs-lage und großer Hungersnot in der Stadt. Angesichts dieser aus-sichtslosen Situation griffen die Kronacher zu einer List. Sie ließen das letzte in der Stadt noch vorhandene Tier, eine alte Hasenkuh, auf der Stadtmauer herumhoppeln.

Als die Schweden sahen, dass die Kronacher es sich noch immer leisten können, Tiere frei laufen zu lassen, gaben sie die Belagerung auf und zogen mit Schande ab. So konnte die Stadt mit einer Kriegs-list gerettet werden. Die Kronacher Bürger jedoch nennt man seit dieser Zeit nur noch die "Kroniche Housnküh“.

Die Postkarte "Kroniche Housnkuh" und das Stofftier "Feline" gibt es in der Touristinfo und auf der Festung Rosenberg käuflich zu erwerben.